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PDF - Portable Document Format

PDF -
Portable Document Format

Das Portable Document Format (PDF) ist ein plattformübergreifendes Dateiformat, das von Adobe Systems entwickelt wurde und seit der Veröffentlichung der Version 1.7 als ISO 32000-1:2008 ein offener Standard ist. Bedingt durch die zahlreichen Möglichkeiten zur Konvertierung unterschiedlicher Dateiformate in PDF unter weitgehender Beibehaltung des ursprünglichen Layouts, die Verfügbarkeit kostenloser PDF-Reader für alle gängigen Betriebssysteme und die Skalierbarkeit der Darstellung hat das Format weite Verbreitung gefunden. Neben dem klassischen PDF-Format existieren auch PDF-Formate für bestimmte Verwendungszwecke wie die Langzeitarchivierung von PDF-Dateien (PDF/A).

PDF ist in vielerlei Hinsicht der ebenfalls von Adobe entwickelten Seitenbeschreibungssprache PostScript ähnlich. Anders als PostScript dient PDF jedoch nicht vorrangig der Erzeugung von gedruckten Ausgabedokumenten, sondern der unmittelbaren Anzeige von Dokumenten am Bildschirm. Dadurch bedingt werden Grafiken, Fonts, usw. in PDF zwar ähnlich behandelt wie in PostScript, darüber hinaus verfügt PDF aber über eine wachsende Zahl von Features, die dem Austausch von PDF-Dateien und der Benutzbarkeit am Bildschirm dienen.

Farbräume

Die PDF-Spezifikation unterscheidet zwischen den folgenden Farbräumen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeführt wurden:

Geräteabhängige Farbräume

Mithilfe der geräteabhängigen Farbräume können in den Seitenbeschreibungen Farbwerte angegeben werden, die sich auf die konkrete Darstellung auf einem Ausgabegerät beziehen. Der Nachteil dieser Farbräume ist, dass die abschließende Darstellung von einem Gerät zum nächsten voneinander abweichen kann.

  • DeviceGray

    (ab PDF-Version 1.0)
    Angabe eines Graustufenwerts auf einer Skala von 0.0 (schwarz) bis 1.0 (weiß)
  • DeviceRGB

    (ab PDF-Version 1.0)
    Angabe der drei zum RGB-Farbmodell gehörigen Werte, jeweils auf einer Skala von 0.0 (nicht vorhanden) bis 1.0 (maximale Intensität)
  • DeviceCMYK

    (ab PDF-Version 1.0)
    Angabe der vier zum subtraktiven CMYK-Farbmodell gehörigen Werte, jeweils auf einer Skala von 0.0 (nicht vorhanden) bis 1.0 (maximale Konzentration)

CIE-basierte Farbräume

Kalibrierte Farbräume werden in PDF mithilfe des internationalen CIE-Standards angegeben. Auf diese Weise können Farbwerte in Seitenbeschreibungen in Anlehnung an die menschliche Wahrnehmung angegeben werden, wodurch die Geräteabhängigkeit reduziert werden soll.

  • CalGray

    (ab PDF-Version 1.1)
    Spezialfall eines CIE-basierten A-Farbraums )
  • CalRGB

    (ab PDF-Version 1.1)
    Spezialfall eines CIE-basierten ABC-Farbraums
  • Lab

    (ab PDF-Version 1.1)
    Spezialfall eines CIE-basierten ABC-Farbraums, in dem A, B und C die Komponenten L, a und b eines CIELab-Farbraums darstellen

  • ICCBased

    (ab PDF-Version 1.3)
    ICC-basierte Farbräume basieren auf plattformübergreifenden Farbprofilen, die vom International Color Consortium (ICC) entwickelt werden.

Spezielle Farbräume

Die speziellen Farbräume ergänzen die oben aufgeführten Farbräume um zusätzliche Funktionalität.

  • Indexed

    (ab PDF-Version 1.1)
    Die Indizierung dient dazu, Farbwertangaben klein zu halten und in einem weiteren Verarbeitungsschritt auf die Farben in einer Farbtafel zu mappen.
  • Pattern

    (ab PDF-Version 1.2)
    Mithilfe der Pattern (Füllmuster) können nicht mehr nur einzelne Farben für einen bestimmten Bereich angegeben werden.
  • Separation

    (ab PDF-Version 1.2)
    Separation-Farbräume ermöglichen es, die einzelnen Druckfarben zu berechnen und Sonderfarben zu erzeugen.
  • DeviceN

    (ab PDF-Version 1.3)
    DeviceN-Farbräume können eine beliebige Anzahl von Farbkomponenten enthalten.

Fonts

PDF bietet zwei Möglichkeiten zur Verwendung von Fonts:

 

  1. Dictionary

    Der Font wird im PDF mithilfe eines dictionary referenziert, welches Informationen über die Font-Art, die Kodierung sowie mögliche Ersatz-Fonts enthält. Zur Darstellung kann es erforderlich werden, den Font durch einen anderen zu ersetzen, wodurch es zu Abweichungen in der Darstellung kommen kann. Als Ersatz-Fonts bieten sich die 14 Fonts an, die PDF standardmäßig zur Verfügung stehen. (Die PostScript-Namen dieser Fonts sind: Times-Roman, Times-Bold, Times-Italic, TimesBoldItalic, Helvetica, Helvetica-Bold, Helvetica-Oblique, Helvetica-BoldOblique, Courier, Courier-Bold, Courier-Oblique, Courier-BoldOblique, Symbol, ZapfDingbats.)

  2. Eingebettet

    Der Font wird vollständig eingebettet. Dadurch kann der Font richtig wiedergegeben werden.

PDF unterstützt die folgenden Font-Typen:
  • Type0

    Type0 ist ein sogenanntes zusammengesetztes Format, das Glyphen in einem CID-Font referenziert.
  • Type1

    Type1 ist ein Outline-Zeichensatz von Adobe, der Glyphen in Postscript-Sprache darstellt und über Zeichennamen identifiziert. Darüber hinaus kann mit der Type1-Variante, Multiple Master Font, der Type1-Zeichensatz durch zusätzliche Definitionen erweitert werden.
  • Type3

    Type3 ist ein Outline-Zeichensatz von Adobe, der Glyphen mithilfe von Grafikoperatoren beschreibt.
  • TrueType

    TrueType ist ein Standard für die Darstellung von Outline-Fonts, der ursprünglich von Apple entwickelt wurde und heute in Windows- und MacOS-Betriebssysteme integriert ist. Die einzelnen Zeichen eines Fonts können in TrueType über die Unicode-Tabellen adressiert werden.
  • CIDfont

    CIDfonts wurden von Adobe entwickelt, um asiatische Font-Formate mit vielen unterschiedlichen Symbolen darstellen zu können. In CIDfonts werden CIDs (Character Identifiers) dazu verwendet, Glyphen-Beschreibungen im Font zu adressieren. Eine sogenannte CMap (Character Map) dient dazu, Korrespondenzen zwischen den CIDs und den Zeichencodes herzustellen.

Sicherheitseinstellungen

PDF-Dokumente können mit verschiedenen Sicherheitseigenschaften ausgezeichnet sein. Neben dem Setzen eines Passwortschutzes ist es auch möglich, das Dokument durch ein Zertifikat oder eine gemeinsame Sicherheitsrichtlinie auf einem Server zu sichern. Dabei ist allerdings zu beachten, dass nicht alle Sicherheitsmechanismen und -algorithmen in allen PDF-Versionen zur Verfügung standen. Um Rückwärtskompatibilität bzw. Benutzern von älteren Versionen von PDF-Readern, den Zugriff auf das Dokument zu ermöglichen, kann es erforderlich sein, einen Sicherheitsmechanismus auszuwählen, der auch in früheren Versionen bereits unterstützt wurde.

Bei Verwendung des Passwortschutzes können zwei verschiedene Passwörter vergeben werden:

 

  1. Dokumentpasswort

    Bei Vergabe dieses Passwortschutzes muss der Leser das Passwort eingeben, um das Dokument öffnen zu können.

  2. Berechtigungspasswort

    Mithilfe des Berechtigungspasswort ist es möglich, bestimmte Aktionen wie Drucken oder Kopieren von Dokumentinhalten mit einem Passwortschutz zu belegen. Benutzer können dann diese Aktionen nicht durchführen, es sei denn sie verfügen über das Passwort, um die entsprechenden Berechtigungen zu überschreiben oder zu ändern.

Der verwendete Verschlüsselungsmechanismus und die Schlüssellänge sollten abhängig von der PDF-Version ausgewählt werden:

  • 40-bit RC4: ab Version 1.2
  • 128-bit RC4: ab Version 1.4
  • 128-bit AES: ab Version 1.6
  • 256-bit AES: ab Version 1.7, Extension Level 3


Die oben beschriebenen Sicherheitsmerkmale werden von Adobe-Produkten entsprechend umgesetzt, aber nicht unbedingt von PDF-Readern anderer Hersteller.