PDF Glossar

PDF Formate

Überblick zu den unterschiedlichen Versionen des PDF Standards.

 

1994 von Adobe Systems entwickelt, ist das Portable Document Format (PDF) durch seine kontinuierliche Weiterentwicklung für den elektronischen Dokumentenaustausch nach wie vor weltweiter Standard. Es war das erste plattformunabhängige Austauschformat für elektronische Dokumente und ist wegen seiner Vorteile in nahezu allen Marktsegmenten zu finden. Inzwischen existieren zahlreiche Spezialversionen, die die besonderen Anforderungen der jeweiligen Branche bzw. des Anwendungsgebietes berücksichtigen.

 

PDF/X (PDF for Exchange)

PDF/X (PDF for Exchange) war der erste ISO-Standard im PDF-Bereich und entstand aus den sehr spezifischen Anforderungen der Grafik-/Druckindustrie. Er wurde bereits 2001 publiziert und regelt die Übermittlung von Druckvorlagen. Seitdem wurde er kontinuierlich weiterentwickelt. In der digitalen Druckvorstufe ist PDF/X heute das am meisten verwendete Format.

Besonderheiten:

  • Enthält alle Informationen zu Schriftarten (Fonts), Grafiken und Druck in hoher Auflösung
  • Komplette Einbettung der Fonts;
  • Hinterlegung von Farbprofilen – exakte Definition des Farbmanagements;
  • Aktuelles Release: PDF-X5.

 

PDF/A (PDF for Archive)


Ist für die kompakte, langfristige elektronische Archivierung, seit 2005 ISO-Standard. Ausgangspunkt für die Entwicklung dieses Standards war die Anforderung, Dokumente in großer Zahl so zu archivieren, dass sie auch nach zig Jahren noch in derselben Qualität angezeigt werden können wie zum Zeitpunkt der Erstellung (mit allen hinterlegten Fonts, Farben, Logos, Grafiken etc.). Viele Eigenschaften von PDF/A haben ihren Ursprung in PDF/X, beispielsweise die korrekte Einbettung von Fonts und Farben.

Besonderheiten:

  • Font Subsetting als Mittel, die PDF-Datei kompakt zu halten;
  • Einbettung digitaler Signaturen;
  • Exakte Definition und Hinterlegung der Farbprofile
  • Verschlüsselung und Sperren (Passwortschutz) sind untersagt;
  • Keine kontextabhängigen und dynamischen Funktionen, die den Inhalt und das Layout verändern könnten (Barcodes, Audio-/Videodaten);
  • PDF/A-1a: garantiert, dass die Textinhalte extrahierbar sind und die logische Struktur des Dokuments sowie der natürliche Lesevorgang des integrierten Textmaterials bestehen bleiben;
  • PDF/A-1b: gewährleistet, dass Text und restliche Seiteninhalte eindeutig wiedergegeben werden; garantiert aber nicht, dass Text und restliche Seiteninhalte auch verständlich und lesbar sind.
  • PDF/A-2: noch zu zertifizierender Standard mit neuen Erweiterungen wie das Zusammenfügen mehrerer Ausgangsdateien in einem PDF/A-Container und die Unicodefähigkeit;

 

PDF/E (PDF for Engineering)

Standardformat für technische Dokumente aus den Bereichen Konstruktion, Architektur und Geoinformation. Existiert seit 2008. Möglicherweise wird dieser Standard künftig in PDF/A zu einer Spezialversion des PDF-Archivierungsstandards integriert.

Besonderheiten:

  • Darstellung und interaktive Bearbeitung von 3D-Grafiken und –Modellen;
  • Austausch von Plänen, Zeichnungen und anderen Konstruktionsunterlagen.

 

PDF/VT (PDF for Variable Transaction Output)

Dieses Format ermöglicht, auch variable Daten in PDF einzubinden und damit einen sicheren End-to-End-Prozess zu garantieren. Der im August 2010 von der ISO veröffentlichte internationale Standard bietet gegenüber bisherigen Formaten für den variablen Datendruck zahlreiche Vorteile, insbesondere höchste Interoperabilität. Somit sind die bekannten Vorzüge von PDF allgemein, kombiniert mit einigen speziellen Funktionen von PDF/X jetzt für die Welt des personalisierten Drucks verfügbar. Dazu gehört unter anderem auch die langfristige Archivierung, da sich PDF/VT nahtlos in das PDF/A-Format konvertieren lässt.

Grund für die Entwicklung von PDF/VT war, dass immer mehr Unternehmen ihre Druckdaten als PDF liefern, das aber für die hochvolumige Ausgabe nicht so geeignet ist wie das Format AFP (siehe dazu AFP Glossar). Mit der Entwicklung von PDF/VT wird auch die Konvergenz zwischen Offset-Printfiles und variablen Digitaldruck-Daten vorangetrieben. Experten gehen davon aus, dass PDF/VT und AFP zunächst gleichberechtigt am Markt existieren werden.

 

PDF/UA (PDF for Universal Accessibility)

Zur Erstellung und Anzeige von Dokumenten, die auch für Nutzer mit Sehbehinderungen oder motorischen Störungen zugänglich sind. Ziel dieses noch zu etablierenden ISO-Standards ist, Richtlinien festzulegen, wie PDF-Dokumente und die darin enthaltenen Informationselemente (Grafiken, Texte, Multimedia, Formularfelder) bereitgestellt werden müssen, damit diese auch von Menschen mit Behinderung gelesen werden können (Barrierefreiheit).

Besonderheiten:

  • Legt fest, wie ein Text in welcher Reihenfolge und Sprache gelesen werden muss;
  • Berücksichtigung bzw. Negieren von Trennzeichen
  • Prinzip des "Taggings": Welche Textpassagen und –blöcke gehören zusammen? Was soll nicht vorgelesen werden (zum Beispiel Seitenzahlen, Fuß-/Kopfzeilen, Textkommentare, Quellenangaben)?
  • Hinterlegung der Dokumentenstruktur, der Leserichtung, der Aussprache

 

PDF/H (PDF for Healthcare)

Entwickelt wurde dieses Format mit Unterstützung des Komitees für Gesundheitsinformatik der American Society for Testing and Materials (ASTM). Es dient dem standardisierten Austausch von Patientendaten im Gesundheitswesen. Die Idee, die dem Format zugrunde liegt, war es, mittels der Vorzüge und Funktionen von PDF einen elektronischen "Container" zu schaffen für die Archivierung und den Datenaustausch zwischen allen Beteiligten: Kliniken, Krankenhäusern, Patienten, niedergelassenen Ärzten und Krankenkassen.

PDF/H kann folgende Daten speichern:

  • Klinische Befunde
  • Laborberichte
  • Formulare
  • Bilddaten
  • Fotografien
  • Röntgen- und CT-Aufnahmen
  • EKG- und EEG-Informationen.

Dank seiner Plattformunabhängigkeit und ausgefeilten Funktionen für die Einbettung von Ressourcen und Daten unterschiedlicher Art, ist PDF ein geeignetes Format für die langfristige Vorhaltung und originalgetreue Abbildung von wichtigen medizinischen Informationen.

 

PDF Konvertierungsrichtungen

Beispiele:
PDF nach AFP
PDF nach IPDS
PDF nach PCL
PDF nach PostScript
PDF nach XML

Alle PDF Konvertierungsrichtungen finden Sie in der Compart Matrix (PDF)

InFocus Video über Output-Formate

AFP, PDF, HTML oder XML? Welches Format ist nun besser?   >   Video jetzt ansehen

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Eine vollständige Übersicht der unterstützten Eingangs- und Ausgangsformate finden Sie in der Compart Matrix. Unsere marktführende Formate-Kompetenz ermöglicht einen zuverlässigen formatunabhängigen und äußerst flexiblen Umgang mit Dokumenten und Daten.

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