Inside Compart

Comparting 2026

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Plattform für zukunftsweisende Kundenkommunikation

Nachbericht Comparting 2026

„KI wird unsere gesamte Branche grundlegend transformieren – sowohl wie wir Software entwickeln als auch wie wir sie nutzen.“ Mit diesem klaren Statement eröffnete Thorsten Meudt, CEO von Compart, das Comparting 2026. Der rote Faden des Events: Die Transformation der Kundenkommunikation ist längst in vollem Gange.

Zwischen Vorträgen, Live-Demos und Gesprächen in den Fluren der Stadthalle Sindelfingen wurde deutlich: Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Omnichannel-Strategien verschieben die Maßstäbe dessen, was Kunden erwarten und Unternehmen leisten müssen.

Branchentreffpunkt für CCM-Experten

Unter dem Motto „Kommunikation von Anfang bis Ende – ein Prozess, viele Perspektiven“ zeigte das Comparting einmal mehr, warum es als einer der zentralen Treffpunkte der CCM-Branche gilt:

  • Strategische Perspektiven treffen hier auf konkrete Anwendungsfälle und technologische Tiefe.
  • Statt abstrakter Diskussionen stehen praxiserprobte Lösungen, reale Projekte und klare Produktstrategien im Mittelpunkt.
  • Besucher erleben, wie moderne Kommunikationsprozesse heute ganzheitlich und zukunftssicher aufgestellt werden können – und wo die größten Herausforderungen liegen.

Inside Compart: Kontinuität, KI-Fokus und ambitionierte Roadmap

Zum Auftakt präsentierten Thorsten Meudt und Geschäftsführer Stefan Wagner aktuelle Entwicklungen und Prioritäten:

  • Führung mit Technologie-Fokus:
    Nach dem Ausscheiden von Dr. Wolfgang Köstler übernahm Thorsten Meudt, bisher CTO, die CEO-Rolle – mit klarem Schwerpunkt auf Produkt- und Technologieentwicklung sowie beste Benutzererfahrung.
  • Stabiles Team als Erfolgsfaktor:
    Das Kernteam bleibt unverändert und sichert die Weiterentwicklung von DocBridge® Communication Suite und DocBridge® Production Suite.
  • Solides Wachstum:
    DocBridge® Production Suite (Output-Management) ist fest etabliert; die Nachfrage nach Projekten rund um die DocBridge® Communication Suite spürbar steigend.
  • Kompetenz bei barrierefreien PDF/UA-Dokumenten:
    Unterstützung zahlreicher Kunden bei der Bereitstellung zugänglicher PDF/UA-Dokumente – mit KI-gestützten Tagging-Templates, vollautomatisierter Erstellung barrierefreier Dokumente sowie bei den Qualitätssicherungs-Workflows.
  • KI vom Experiment zur Produktfunktion:
    Seit Frühjahr 2025 ist der KI-Assistent der Communication Suite offiziell verfügbar und übernimmt Aufgaben wie Template-Generierung, PDF/UA-Tagging und Template-Migration – mit messbarem Effizienzschub für Kunden.
  • Agentische KI und Zukunftstechnologie:
    Compart treibt den Schritt von assistierender KI hin zu agentischen Workflows voran, mit klaren Sicherungsmechanismen und Einbindung des Menschen in kritische Prozessschritte, vereinheitlichtem Technologie-Stack und Any-Prem-Deployment (VM, Private Cloud, VPC auf AWS/Azure).
Comparting 2026 Presentation of Thorsten Meudt, Compart CEO

Dank der konsequenten Ausrichtung auf offene Standards kann Compart auf bestehende KI-Modelle zurückgreifen und praxisnahes Wissen gezielt einbringen – eine ideale Grundlage, um KI schnell einzusetzen, innovative Kommunikationslösungen zu entwickeln und dadurch Effizienzsteigerungen über die gesamte Kommunikationskette für die Kunden zu realisieren.
 

Einblicke in erfolgreiche Projekte – von der Idee zur Umsetzung

Während der beiden Konferenztage wurden zahlreiche Kundenprojekte vorgestellt, die eindrucksvoll zeigten, wie Compart-Produkte in der Praxis effektiv eingesetzt werden und messbaren Mehrwert liefern.

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Aus der Vielzahl spannender Projekte haben wir im Folgenden einige ausgewählte Vorträge zusammengestellt, die exemplarisch zeigen, wie Unternehmen mit Compart-Lösungen ihre Kundenkommunikation optimieren.

OWL-IT: Erfolgreiche Migration auf die DocBridge® Communication Suite

Jan Tümce (Teamleiter Druck und Versand) und Michael Frieg (Outputmanager) zeigten, wie die OWL-IT unter hohem Zeitdruck innerhalb von nur vier Monaten ihre bisherige Output-Management-Lösung erfolgreich durch die DocBridge® Communication Suite ablöste – trotz Personalengpass und komplexer Vergaberegelungen. Dabei entstand eine stabile und performante Grundlage für die Produktion der Wahlbenachrichtigungen zur Kommunalwahl 2025 in NRW sowie für weitere zukünftige Prozesse.

 
Herausforderung: Entscheidung gegen 1:1-Migration, Neuaufbau modularer Templates für enge Zeitfenster, komplexe Metadaten- und QR-Anforderungen sowie kundenspezifische Varianten.

OWL-IT Presentation - Successful Migration Project

Ergebnisse des Projekts:

  • Deutliche Performance- und Kostenvorteile (Reduktion der Server von 8 auf 2)
  • Höhere Standardisierung und Automatisierung
  • Umsetzung von über 45 Templates mit 138 Containern
  • Zuverlässige Massentests im Millionenbereich
  • Produktiver Einsatz bei der Kommunalwahl NRW (33 Verbandskommunen, 923.000 Sendungen
     

„In unserem Altsystem dauerte es beim größten Kunden 1,5 Stunden bis zur fertigen Druckdatei mit den Wahlbenachrichtigungen. DocBridge® Communication Suite ist nach 15 Minuten fertig.“

Michael Frieg, OWL-IT

BarmeniaGothaer:
Zentrale Konvertierung für Input-Management

Alexander Nimtz (Abteilungsleiter Shared Services), Christian Schrade (Softwarearchitekt) und Henning Nüßler (Domänenverantwortlicher Inputmanagement) zeigten, wie eine serviceorientierte Konvertierungslösung das tägliche Format-Chaos bei den Eingangsdaten aus E-Mails, PDFs, Office-Dateien, Bildern und verschachtelten Containern beherrscht.

Eine zentrale Erkenntnis: „Die Vielfalt im Input ist kein Ausnahmezustand – sie ist der Normalbetrieb.“ Entscheidend ist daher nicht die reine Konvertierung, sondern die vorgelagerte Analyse: Inhalte erkennen, Container auflösen und erst dann standardisiert weiterverarbeiten.

Highly anticipated presentations at Comparting 2026

Technisch setzt die Lösung auf eine klare Trennung von Services mit zwei Conversion-Mastern und mehreren Worker-Nodes (u. a. acht Server), die Konvertierungsaufträge verteilen und skalierbar abarbeiten. Gleichzeitig zeigte der Vortrag offen typische Herausforderungen aus dem Betrieb – von blockierenden Pop-ups in der Dunkelverarbeitung bis hin zu nicht sinnvoll konvertierbaren Inhalten.

Das Fazit der Referenten bringt es auf den Punkt: „Je einfacher ein Prozess ist, desto stabiler ist er.“ Durch konsequente Standardisierung, Automatisierung und Reduktion von Komplexität entstand so eine robuste Architektur, die unterschiedlichste Eingangskanäle auf einen einheitlichen Verarbeitungsprozess führt – und damit die Grundlage für effizientes, zukunftssicheres Inputmanagement schafft.

Mobilize Financial Services: Von Systemvielfalt zur standardisierten Kommunikationsplattform

Karim Tsouli, International Director IS/IT bei Mobilize Financial Services, einer Tochter der Renault-Gruppe, zeigte, wie steigender Kostendruck, regulatorische Anforderungen und neue Geschäftsmodelle die Automobilfinanzierung grundlegend verändern – und damit auch die Anforderungen an die Kommunikation. Im Zentrum seines Vortrags steht ein groß angelegtes Transformationsprogramm (2024 – 2032) mit dem Ziel, die IT-Landschaft über die zehn wichtigsten europäischen Märkte zu harmonisieren und rund 80 % Standardisierung zu erreichen. Ein zentraler Baustein ist dabei eine effiziente, kostengünstige und technologisch offene Lösung für die Dokumentenerstellung.

Die Ausgangslage: heterogene Systeme, rund 1.200 Dokumenttemplates allein in Deutschland und komplexe länderspezifische Anforderungen.

Lösung: Mit der Einführung von DocBridge Communication Suite als zentrale CCM-Plattform werden Dokumentenerstellung, Prozesse und Kommunikationskanäle (PDF, E-Mail, WhatsApp, SMS, etc.) vereinheitlicht und zukunftssicher aufgestellt.

Das Ergebnis:

  • Kommunikation wird vom Kostentreiber zum Effizienzhebel
  • Betriebskosten sinken, Anpassungen erfolgen schneller
  • Konsistente, skalierbare Kundenkommunikation über alle Märkte und Kanäle
  • Hohe Integrationsfähigkeit in bestehende und neue Systemlandschaften sorgt zudem dafür, dass sich neue Anforderungen und Technologien schnell und flexibel umsetzen lassen
     

„Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die richtige Wahl für die Zukunft getroffen haben.“

Karim Tsouli, Mobilize Financial Services

Vortrag Comparting
Presentation at Comparting

enovetic: Aufbau einer kosteneffizienten, Kubernetes-basierten OMS-Plattform

Sven Tänzer, CEO, Bendri Batti, CTO & CIO von enovetic, Marc Dühring, Product Owner, von enovetic sowie Dirk Engberg, Geschäftsführer der Eugenius GmbH und Integrationspartner von Compart, berichteten über die Migration einer historisch gewachsenen Landschaft mit über 40 Servern hin zu einer modernen, Kubernetes-basierten OMS-Plattform.
Dabei galt es über 9.000 Template-Varianten für mehr als 250 Mandanten zu verarbeiten und rund 40 Millionen Seiten pro Jahr zu generieren. Weitere Problemfelder: Performance-Engpässe bei Lastspitzen von bis zu 5.000 Dokumenten pro Minute, nicht-repräsentative HTML-Vorschauen, fehlendes E-Mail-Tracking und hohe Kosten für Zusatz-Hardware zur Bewältigung sporadischer Peaks.
Der Lösungsansatz beinhaltete eine cloud-native Architektur auf Kubernetes-Basis, modulare Service-Trennung, automatisiertes Deployment, Autoscaling für Previews, lineare Skalierung der Batch-Jobs und eine orchestrierte Verarbeitung unterschiedlicher Workloads. Die Migration aller Templates erfolgte in ein standardisiertes, DFF-basiertes System.

Ergebnis:

  • Batch-Verarbeitung wurde um den Faktor 100 beschleunigt
  • Die Ad-hoc-Dokumentenerstellung nahezu verdoppelt
  • PDF-Vorschauen ersetzen nun die vorherigen HTML-Dokumente („What you see is what you get“)
  • Infrastrukturkosten reduziert, Stabilität und Transparenz verbessert
  • Grundlage für zukünftige, flexible Erweiterungen geschaffen

Ein zentrales Learning der Speaker: „Cloud ist kein schneller Server“ – klar strukturierte Architekturen sind die Voraussetzung für echte Skalierbarkeit in der Cloud.
 

OTP Bank: Vom Dokumenten-Factory-Monolith zur AI-ready Kommunikationsplattform

Dominique Nagy, CEO und Gründer von Innodox Technologies, Partner von Compart verantwortlich für den Kundenprojekt bei der OTP Bank, berichtete über die Transformation einer der größten Customer-Communication-Plattformen in Mittel- und Osteuropa.

Die Ausgangslage: eine über 15 Jahre gewachsene, monolithische „Statement Factory“ mit jährlich rund 120 Millionen regulatorischen Dokumenten und weiteren 15 Millionen Geschäftskommunikationen – geschäftskritisch für Millionen Kunden.

Die Herausforderung lag weniger in der Migration als in der gewachsenen Komplexität. Geschäftslogik war tief in Templates verankert, Prozesse schwer nachvollziehbar, Änderungen aufwendig und stark IT-getrieben – während gleichzeitig die Anforderungen durch die Digitalstrategie der Bank deutlich stiegen. Der Ansatz: eine architektonische Neuausrichtung mit klarer Trennung von Template-Design und Business-Logik, Aufbau einer modularen Plattform mit Governance-, Integrations- und Automatisierungsschichten – auf Basis von IOP (Innodox Output Plattform) und DocBridge Communication Suite – sowie schrittweise Migration statt Big Bang.

„AI is the next layer. But without architecture, AI is just noise.”

István Pancsor, Digital Tribe Lead OTP Group

Innodox

Ergebnisse im Überblick:

  • 700 Templates strukturiert & reduziert
  • Batch-Laufzeiten von 16 auf 10 Stunden gesenkt (trotz komplexer Logik durch Parallelisierung)
  • Skalierbarkeit & Stabilität erhöht bei gleichzeitig wachsendem Dokumentenvolumen
  • Mehr Autonomie für Fachbereiche, weniger IT-Abhängigkeit
  • Verbesserte Governance, Auditierbarkeit & Compliance

Ein zentrales Learning des Vortrags: Komplexität erzeugt Kosten – operativ, technisch und vor allem in der Geschwindigkeit des Business. Erst durch die Entkopplung von Logik und Layout sowie eine klar strukturierte Plattform entsteht die Grundlage für echte Agilität. Nur eine strukturierte und standardisierte Plattform schafft die Voraussetzung, um KI sinnvoll und kontrolliert in der Kundenkommunikation einzusetzen.
 

„Eine gut konzipierte Kommunikationsplattform senkt von vornherein die Kosten und verbessert gleichzeitig die Geschwindigkeit, Konsistenz und das Kundenerlebnis.“

Dominique Nagy, Innodox Technologies

DATEV & DATEN_PARTNER: Zusammenarbeit als strategischer Vorteil

Herausforderung: Steigende Marktanforderungen an Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Resilienz, gepaart mit wachsendem Wettbewerbsdruck und regulatorischen Vorgaben (z. B. DORA). Gleichzeitig agieren Unternehmen weiterhin als Wettbewerber.
Lösung: DATEV und Datenpartner setzen auf eine strategische Partnerschaft statt isolierter Einzellösungen. Gemeinsam wurde eine produktive Lösung entwickelt, die bereits im Einsatz ist: Lastenausgleich und Backup-Produktion über Unternehmensgrenzen hinweg, bei gleichzeitig nur einem zentralen Ansprechpartner für den Kunden.

DATEV bringt Erfahrung, Skalierung und Marktvertrauen ein. DATEN_PARTNER liefert Flexibilität, Tempo und operative Nähe. Die Partnerschaft kombiniert Stabilität mit Agilität – ein klarer Wettbewerbsvorteil. Die technologische Grundlage bildet dabei die Compart-Plattform, die mit standardisierten Schnittstellen und übertragbaren Konfigurationen eine nahtlose Integration sowie die flexible Übergabe von Produktionsdaten zwischen beiden Partnern ermöglicht.

DATEV & DATEN_PARTNER

Ergebnisse & Mehrwert:

  • Höhere Ausfallsicherheit und Resilienz durch unternehmensübergreifende Produktion
  • Gemeinsame Investitionen, geteilte Risiken: Partnerschaftliche Investitionen schaffen Stabilität und machen Risiken besser beherrschbar.
  • Reduzierte Komplexität: kein doppeltes Onboarding, weniger Dienstleistersteuerung
  • Effizienzgewinne: Wegfall von Backup-Tests und vereinfachte Prozesse
  • Skalierbarkeit: flexible Lastverteilung bei Produktionsspitzen
  • Transparenz: einheitliches Reporting und klare Verantwortlichkeiten

Learning: Zusammenarbeit kann – trotz Wettbewerb – ein entscheidender Wachstums- und Innovationshebel sein. Oder, wie es die Speaker Martin Lemke, Chief Digital Officer bei DATEN_PARTNER, und Alexander Feldmann, Projektleiter bei DATEV, formulierten: „die Zukunft gehört denen, die zusammenarbeiten.“.

BGW: Effizientes Output-Management als Treiber der Transformation

Im Vortrag „Sichtbar. Sicher. Smart.“ zeigte Tobias Eickemeier, Senior Manager bei brainsphere informationworks, Partner von Compart, eindrucksvoll, wie eine Neuausrichtung des Output Managements bei der BGW technologische und organisatorische Transformation verbindet. Zentrale Elemente waren die durchgängige Verarbeitung von PCL- und PDF-Datenströmen, Integration verschiedener Dokumentarten, eine automatisierte Adressvalidierung sowie eine neue Verarbeitungskette auf Basis einer DocBridge-Pilot-Inputinstanz und einer vollständigen Outputinstanz. Ziel war die zentrale Verarbeitung dezentral erzeugter Dokumente, verbunden mit der Ablösung von über 350 Multifunktionsdruckern, die Einführung eines benutzerfreundlichen Formularmanagements sowie die Etablierung eines herstellerunabhängigen Druckkonzepts.

Die Ergebnisse: Bereits heute werden über 85 % des Druckvolumens zentral verarbeitet (Ziel >90 %), bei mehr als 8,2 Millionen Seiten jährlich. Neben signifikanten Effizienzgewinnen – u. a. rund eine Stunde Zeitersparnis pro Sachbearbeiter und Tag – wurde Transparenz zum zentralen Erfolgsfaktor: Anwender können jederzeit den Status ihrer Sendungen nachvollziehen (z. B. „übertragen“, „gedruckt“, „versendet“, „storniert“). Technische Highlights umfassen Live-Adressvalidierung, Archiv- und Batch-Integration sowie Stornierung laufender Produktionen.

Entscheidend für den Erfolg war jedoch der nutzerzentrierte Ansatz: frühe Einbindung der Fachbereiche, intensive Kommunikation und spürbarer Mehrwert im Arbeitsalltag führten zu hoher Akzeptanz und nachhaltiger Veränderung.

Presentation at Comparting
Vortrag Comparting

In einem weiteren Vortrag aus der Praxis berichtete Hardy Klödy, Tribe Lead Operation Services bei Atruvia, über die Überführung von dokumentenzentrierten Mainframe-Anwendungen in barrierefreie, moderne Ausgabeformate. Im Fokus standen dabei die strukturierte Analyse bestehender Anwendungen, die iterative Entwicklung eines ersten Lösungsbilds sowie die kontinuierliche Optimierung auf Basis von Endkundenfeedback. Ein zentraler Fortschritt lag in der Weiterentwicklung von Tagging und Usability, insbesondere durch die Befähigung von Fachbereichen, barrierefreies Tagging eigenständig umzusetzen.
 

Michael Adamitzki, Head of Document Services bei ITERGO / Munich Re Technology Group, erläuterte in seinem Vortrag, dass „digitale Bereicherung“ weit über die bloße Digitalisierung bestehender Dokumente hinausgeht. Kundenkommunikation muss sich – ähnlich wie Karten, die sich von Papier zu intelligenten, kontextsensitiven Systemen entwickelt haben – grundlegend weiterentwickeln. Gleichzeitig steigt die Komplexität deutlich: Neue Kommunikationskanäle, unterschiedliche Formate und wachsende Anforderungen an Archivierung und Nachvollziehbarkeit stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Im Fokus stehen dabei vor allem vier Aspekte: Integration, Echtzeitfähigkeit, neue Formate und eine konsequente Ausrichtung am Nutzerverhalten. Eine wichtige Rolle spielt hierbei Compart als Technologiepartner, der diese Transformation ermöglicht – etwa bei der automatisierten Erzeugung barrierefreier Dokumente (PDF/UA) sowie der intelligenten Verarbeitung von Output entlang des Kommunikationsprozesses.

Sein Fazit bringt die Kernbotschaft auf den Punkt: Es geht nicht darum, Bestehendes digital bereitzustellen – sondern Kommunikation so anzureichern, dass sie für den Kunden wirklich besser wird.

Networking und Abendevent

Neben den fachlichen Inhalten spielte auch der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Das Abendevent im Mercedes-Benz Kundencenter Sindelfingen bot den Teilnehmern eine ideale Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. In entspannter Atmosphäre wurde der Tag bei Dinner und Networking abgerundet – ein fester Bestandteil des Comparting, der den Community-Gedanken des Events unterstreicht. Auch die „Meet the Experts“-Beratungsstände wurden von den Besuchern intensiv genutzt und boten wertvolle Gelegenheiten für individuelle Fachgespräche und direkten Austausch mit den Compart Spezialisten.

Comparting CCM-Event
Fachkongress für Kundenkommunikation / Customer Communications

Fazit

Comparting 2026 verdeutlichte: Moderne Kundenkommunikation muss ganzheitlich gedacht werden. Die Kombination aus technologischen Innovationen, praxisnahen Erfahrungsberichten und intensivem Austausch macht das Event zu einer wichtigen Plattform für alle, die ihre Kommunikationsprozesse zukunftssicher gestalten wollen. Übergreifend bestätigte sich ein zentrales Bild: Digitale Kanäle ersetzen klassische Kommunikation nicht, sondern erweitern sie – und schaffen damit neue Anforderungen an Architektur, Prozesse und Nutzerinteraktion, die nur mit einer durchdachten technologischen Basis beherrschbar sind.