Geschichte
Vom OS/2-Systemhaus zu einem weltweit agierenden Lösungsanbieter im Dokumenten- und Output-Management-Markt
Compart wurde am 1. Juli 1992 als Compart Systemhaus GmbH in Böblingen gegründet. Heute ist Compart einer der führenden Anbieter von Output-Management-Produkten und -Lösungen weit über die deutschen Grenzen hinaus. Grund genug für einen Rückblick auf den erfolgreichen Wandel vom OS/2-Systemhaus zu einem solide wachsenden internationalen Unternehmen mit technologischer Spitzenposition.
Der Startschuss fiel 1992 mit einer klassischen Marktlücke: Die große Nachfrage nach Services für die OS/2-Plattform und das bis dato kleine Angebot brachte den heutigen Vorstandsvorsitzenden Harald Grumser und drei weitere Spezialisten auf die Idee zur Gründung der Compart Systemhaus GmbH. Von Anfang an wurden namhafte Kunden bedient, eines der ersten Projekte war z.B. das gesamte Personalwesen der BASF. Der große Erfolg mit diesen Services führte dazu, dass die Dienstleistungen für die IBM-Plattform über mehrere Jahre das sehr erfolgreiche Kerngeschäft bleiben sollten. Neben OS/2 begann sich zudem schnell der Bereich Lotus Notes als zweiter Schwerpunkt im Projektgeschäft zu etablieren. Aber schon in der Anfangsphase wurde der Grundstein für die Zukunft der Compart Systemhaus GmbH als eigenständiger Softwareentwickler gelegt: Schnell wurde nämlich im alltäglichen OS/2-Projektgeschäft klar, dass nur eine kleine Zahl von Applikationen für dieses Betriebssystem vorhanden war.
So
entstand dann auch bereits 1992 das erste - und gleich sehr erfolgreiche -
eigene Compart Produkt: Ein ursprünglich für die BASF entwickelter OS/2
Image-Viewer verkaufte sich über eine Leseraktion der Zeitschrift OS/2 Inside
mehr als 3.000 Mal und wurde noch im gleichen Jahr zur Compart Impos
Bildbearbeitungssoftware für OS/2 ausgebaut. Bis zum Ende von OS/2 im Jahr 1996
war Impos die weltweit führende OS/2-Bildbearbeitungssoftware. So setzten über
70 Prozent der ARD-Sendeanstalten Impos für ihre Pressearchive ein, um
beispielsweise gescannte Presseartikel zu betrachten. Diese Aufgabe übernimmt
in den inzwischen erneuerten Umgebungen die Compart Software DocBridge View.
Von Impos profitieren Compart Kunden indirekt noch heute: Das umfangreiche Know-how, das die Compart Experten im OS/2-Bereich und speziell bei der Dokumentenverarbeitung im Rahmen der Impos-Technologie entwickelten, bildet die Grundlage vieler aktueller Compart Technologien. Das Jahr 1996 schließlich markiert einen Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte. IBM begann, sich mit OS/2 aus dem SOHO (Small Office/Home Office)-Marktsegment zurückzuziehen. Besonders auf Kundenseite ergab sich dadurch das Problem, die bestehenden OS/2-Plattformen auf andere Betriebssysteme zu portieren. Für Compart bedeutete dies nun zuerst einmal eine intensive Beschäftigung mit dem Thema Plattformportierung, um die Kunden bei dieser komplexen Aufgabe erfolgreich unterstützen zu können. Aber nicht nur die Plattformen der Kunden wurden portiert, vielmehr ergaben sich auch bei Compart selbst tief greifende Veränderungen. Der Fokus verlagerte sich vom SOHO-Bereich auf Mittelstands- und Großkunden, die nun nach und nach mit vollkommen neu entwickelten Produkten für die Dokumenten- und Outputverarbeitung auf verschiedensten Plattformen bedient wurden.
Dieser Kraftakt erwies sich als der eigentliche technologische Joker: Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern, bei denen neue Konvertierungs- und Formatierungsanforderungen jeweils durch die Erweiterung der bestehenden Produkte gelöst wurden, verfolgte Compart von vorne herein einen anderen Ansatz. Ziel war es, für alle Produkte eine einzige technologische Grundlage zu entwickeln, die in der Lage ist, äußerst flexibel verschiedenste Formate zu verarbeiten und universell auf den wichtigsten bestehenden und zukünftigen Plattformen einsetzbar ist. Neben dieser Flexibilität stand vor allem der Leistungsgedanke im Vordergrund. Aus der anfangs in individuellen Kundenprojekten eingesetzten Technologie entwickelte Compart schließlich die universell einsetzbaren Produkte der DocBridge®-Reihe.
Das tief gehende Verständnis für die Dokumentenformate und deren Besonderheiten, das auf langjähriger Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Formaten basierte, verhalf Compart um die Jahrhundertwende zur Marktführerschaft im Dokumentenformatkonvertierungsbereich im deutschsprachigen Raum.
Im Jahr 2005 zeichnete sich ein Wandel ab - Compart bewegte sich weg von einem Lieferanten von Produktkomponenten hin zu einem Lösungsanbieter. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens und der Gründung der Compart Deutschland GmbH als Vertriebs- und Servicegesellschaft für Deutschland erfolgte eine klare Kernkompetenzaufteilung: Die Muttergesellschaft übertrug an die Compart System Integration (heute Compart Deutschland GmbH) das gesamte Projekt- und Servicegeschäft der deutschen Kunden, während sie sich (damals Compart Systemhaus GmbH) vorrangig auf die Produktentwicklung und -support sowie Partnerunterstützung fokussieren konnte.
Auf diese Weise konnten sowohl die Serviceleistungen wie auch das Compart Leistungsportfolio weit über die Konvertierungsleistungen hinaus ausgebaut werden. Mit der fokussierten Weiterentwicklung des Produkts DocBridge Pilot, bei dem Optimierung und Steuerung von Sendungen im Vordergrund stehen, verlagerte sich der Schwerpunkt hin zu komplexeren Aufgabenstellungen im Output-Management-Bereich: Die praxiserprobten Basisprodukte flankiert durch umfangreiche Beratungs- und Projektkompetenz halfen Compart, sich im Lösungsgeschäft in diesem Umfeld zu behaupten.
Aufbauend auf den Erfolgen im deutschsprachigen Raum treibt Compart die weitere Internationalisierung des Unternehmens voran - inzwischen zählen 4 regionsbezogenen Tochtergesellschaften außerhalb Deutschland zur Compart Gruppe: Compart North America Inc. in Boston/Vereinigte Staaten, Compart Iberia S.L. in Madrid/Spanien, Compart Nordic ApS in Hillerød/Dänemark und Compart France S.A.S. in Lyon/Frankreich. Weitere werden folgen.
Compart blickt auf mehr als 19 Jahre kontinuierliches, gesundes Wachstum zurück. Die Krise der IT-Branche der letzten Jahre hinterließ bei Compart, dessen Mitarbeiter zu 2/3 in der Entwicklung tätig sind, keinerlei Spuren. Nicht zuletzt deshalb gehören die Compart Produkte und Lösungen seit mehreren Jahren zu den leistungsfähigsten im Dokumentenverarbeitungsmarkt und finden sich nicht nur in zahlreichen mittelständischen und großen Unternehmen im deutschsprachigen Raum, sondern kommen auch verstärkt im Ausland zum Einsatz. Als Komponenten in den Produkten vieler führender DMS- und Output-Management-Hersteller verbessern sie zentrale Prozesse bei der Dokumentenverarbeitung. Die Compart Software ist einfach einzusetzen, basiert auf Branchenstandards und gewährleistet einen schnellen Return on Investment. Mit der ständigen Erweiterung und Verbesserung der Produkte stellen die Experten von Compart die Zukunftsfähigkeit der Software-Lösungen sicher. Comparts Kunden können also auch in Zukunft mit leistungsfähigen und technologisch führenden Lösungen rechnen. Neben der konsequenten Weiterentwicklung und Erweiterung des Portfolios steht außerdem als nächstes Ziel weitere internationale Expansion mit ganz oben auf der Strategie-Roadmap der Compart Gruppe.
