Durch eine optionale Vorkonvertierung können praktisch alle Dokumenttypen zu barrierefreien PDFs gewandelt werden. Damit können selbst Formate verarbeitet werden, die für klassische PDF/UA-Prozesse ungeeignet sind.
Besonders leistungsstark - die automatisierte Behandlung aller Grafiken. Die Lösung erkennt sämtliche Grafiken zuverlässig und versieht sie automatisch mit einem zuvor einmalig konfigurierten Alternativtext. Dieser Schritt erfordert lediglich eine initiale Fachkonfiguration – danach übernimmt der Prozess die vollständige Zuordnung selbstständig und ohne weiteren manuellen Aufwand. Erst diese automatische Behandlung aller grafischen Inhalte macht die Lösung tatsächlich vollständig barrierefrei und zugleich massentauglich. Damit entsteht eine tatsächlich vollautomatisierte PDF/UA-Erzeugung – ohne Nacharbeit.

Agil und praxisnah zur Produktionsreife
Die Entwicklung verlief in kurzen, iterativen Zyklen. Schritt für Schritt wurde die Lösung getestet, angepasst und optimiert, bis sie stabil und produktionsreif war. Besonders herausfordernd war der Umgang mit Dokumenten, die gestalterisch komplex aufgebaut waren. Manche Vorlagen enthielten zahlreiche eingebettete Bilder oder nutzten Buchstaben als grafische Elemente – Strukturen, die sich nur schwer für barrierefreie Aufbereitung eignen.
ITERGO nutzte die Erkenntnisse, um gemeinsam mit Agenturen und Fachbereichen klare Designrichtlinien für barrierefreundliche Dokumente zu definieren, sodass künftige Layouts von Beginn an barrierearm entstehen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Integration in die Online-Abschlussstrecken. Dort spielt vor allem die Geschwindigkeit eine zentrale Rolle: Auch bei hoher Auslastung müssen Dokumente innerhalb weniger Sekunden transformiert werden, damit Endkunden den Abschlussprozess ohne Verzögerung durchlaufen können. Die Lösung wurde so optimiert, dass selbst komplexe Dokumente zuverlässig innerhalb dieses Zeitfensters erzeugt werden.
Die Zusammenarbeit zwischen Ergo, Compart und Canon – bei diesem Projekt verantwortlich für Projektleitung, Infrastruktur und die Anbindung aller liefernden Systeme – erwies sich dabei als Schlüssel zum Erfolg. „Sehr schöne Zusammenarbeit, sehr zielorientiertes Miteinander zwischen internen und externen Mitarbeitern“, beschreibt Michael Adamitzki. „Das liegt an den Menschen und am gemeinsamen Interesse am Ergebnis.“ So entstand in weniger als zwölf Monaten eine Lösung, die vollautomatisch funktioniert, keinerlei Nacharbeit erfordert und sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur einfügt.
„Selten erlebt man ein Projekt, bei dem Technik, Haltung und Tempo so perfekt zusammenpassen. In weniger als einem Jahr wurde aus einer gesetzlichen Pflicht ein Leuchtturmprojekt für digitale Inklusion.“
Arno Vullhorst Projektleiter, Canon Deutschland GmbH