Comparting 2009

Nachschau:
Das Comparting wird zum internationalen Branchen-Event

Am 15. und 16. Oktober fand im Böblinger CongressCenter das 5. Comparting statt, das von der Compart AG veranstaltete Technologieforum zum Thema Dokumenten- und Output-Manage­ment. In diesem fünften Jubiläumsjahr wurde die Veranstaltung erstmals international ausge­richtet, d. h. die deutsch gehaltenen Vorträge wurden von Dolmetschern ins Englische übersetzt.

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Da annähernd ein Viertel der Teilnehmer nicht deutschsprachig war, sondern aus dem europäischen Ausland und den USA kam, trugen auch sie dazu bei, dass in diesem Jahr die Anzahl der Teilnehmer nochmals kräftig anwuchs, nämlich auf gut 200 Personen. Aus diesem Grunde wurde die Veranstaltung in den großen Europa-Saal des CongressCenters verlegt. Das Publikum setzte sich ähnlich wie in den Vorjahren zusammen: Ein Großteil waren Anwender, die große Mengen von Dokumenten in ihren Druckrechenzentren zu verarbeiten haben. Ebenfalls zahlreich vertreten waren die bekannten Anbieter der Branche. Dieser Mix führte wieder zu lebhaften Gesprächen unter den Teilnehmern in den Pausen und während der Abendveranstaltung, die von allen Beteiligten an dieser Veranstaltung in den Gesamtbeurteilungen als sehr informativ empfunden wurde.

Der Eröffnungsvortrag wurde dieses Jahr in Englisch gehalten - Rory Staunton von Strategy Partners ("The Future of Output Management: Identifying Opportunities in Challenging Times") ging auf die augenblickliche Kernfragen der Branche ein: Wie wirkt sich die Krise au das Verhalten der Kunden und Anbieter aus, welche Trends lassen sich daraus ableiten und mit welchen Maßnahmen lässt sich gegensteuern. Seine Antworten streiften die gesamte Palette der Prioritäten vom Markenwert bis zur prozessorientierten Vorgehensweise in Projekten und waren insofern auch die Stichworte für die nachfolgenden Vorträge.

Der Vortrag von Reinhold Frech von Kodak ("Die 3. Dimension im Digitaldruck: Neue Technologien und Anwendungsmöglichkeiten") entführte anschließend das Publikum in die Hardware-Welt der Drucktechnologien und zeigte zusammen mit einem Film, was mittlerweile insbesondere mit den neuen Tintentechnologien an Oberflächen- und Hochglanzeffekten mit einem fünften Druckwerk möglich ist.

In dem Anwendervortrag "Mit Word, Excel & Co. auf die Rolle: Zentrales Output-Management aus Office-Umgebungen bei der ZRWest" von Marco Dönni ging es um die individuelle Brieferstellung in den Fachabteilungen. Dort wurde der erhebliche zeitliche und mit viel Kosten verbundene Aufwand beim Drucken, Kuvertieren, Freimachen und Versenden durch Überführung dieser Dokumente in das zentrale Druckrechenzentrum deutlich reduziert. Dönni konnte an Hand der bei ZRWest eingeführten Verfahren nachweisen, dass hier noch erhebliche Rationalisierungspotentiale in den Firmen schlummern.

Nach dem Mittagessen ging es mit einem weiteren Anwendervortrag weiter: Die Präsentation von John Amos (T-Systems UK), der leider verhindert war, wurde von Oliver Schenk, der das Projekt von Compart Deutschland aus begleitete und daher mit den Fakten in diesem Projekt bestens vertraut war, vorgetragen. Er zeigte dem Publikum, welche Vorteile es hat, wenn man "auf der grünen Wiese starten" kann und demonstrierte an einigen Beispielen "Wie T-Systems UK seine dynamischen Print-Services neu aufgestellt hat".

Zweifellos der Höhepunkt der Präsentationen im Urteil der Teilnehmer war die anschließende Präsentation "Aus dem Compart Labor", in dem die Compart Mitarbeiter Jörg Palmer, Andreas Pehnack, Dirk Haun und Thomas Funke nicht nur die neuesten Produktentwicklungen, insbesondere von DocBridge Pilot und DocBridge Profiler, dem Publikum vorführten, sondern auch einen Einblick in die Vorgehensweise beim Erstellen und Testen von neuen Produktversionen gaben.

Der nächste Tag stand ganz unter dem Schwerpunkt "SOA bzw. Service-Orientierte Architektur". Zunächst referierte Harald Grumser, Vorstandsvorsitzender der Compart AG, über das Thema "Muss die Post zur Post? Postversandlogistik im Vergleich" und beleuchtete damit die Entwicklung am Ende der Verarbeitungskette. Er präsentierte aktuelle Zahlen und Trends zur Entwicklung des physikalischen und elektronischen Versands in den unterschiedlichen Branchen und Ländern und zeigte, wie es mit neuen elektronischen Versandformen zu teilweise doch deutlichen Verschiebungen im Volumen zu Ungunsten des Briefversands gekommen ist und sich diese Tendenz mit dem Durchsetzen der elektronischen Signatur noch verstärken wird.

Der anschließende Vortrag von Julian Kortländer (BÖWE SYSTEC Mailroom Communication AG) zum Thema "Sendungsverfolgung beginnt beim Druckdatenstrom: Qualitätssicherung vom digitalen Dokument bis zum Briefkasten" erinnerte vor allem an eines: Selbst aus Sicht eines Anbieters, der seine besondere Profession im Bereich der Kuvertierung aufweist, ist die gesamte Prozesskette, angefangen mit dem Erstellen der Dokumente bis hin zum Versand, als ein in sich zusammenhängendes Gebilde mit vielen Schnittstellen zu anderen Prozessen zu betrachten.

Oskar von Dungern, für Compart im Produkt-Management engagiert, machte schließlich den Begriff SOA zum Hauptthema seines Vortrags: "SOA, Yet Another Hype? Geschäftsprozessgestaltung und serviceorientierte Architektur im Druckzentrum": Er erläuterte dem Publikum, was es mit diesem Begriff auf sich hat, warum er aus Sicht der Anwender so bedeutsam ist, wie die Hersteller das Thema bisher aufgenommen haben und auf welche Weise und mit welchem Erfolg bislang diese Strategien umgesetzt wurden. Daran anschließend erklärte er, dass und auf welche Weise Compart in den kommenden Produktversionen SOA-Funktionalitäten einführen wird.

Der nachfolgende Anwendervortrag nahm das Thema SOA wiederum aus Sicht eines Projekts auf: Marco Kornrumpf von arvato services zeigte in seinem Vortrag "Compart@arvato: Einbettung in eine serviceorientierte Architektur", wie die SOA-Grundsätze bei arvato in einer sehr heterogenen Umgebung vom Dateneingang bis zum Multichannel-Output umgesetzt wurden. Er veranschaulichte an Hand von Beispielen, welche Vorteile dieses Vorgehen mit sich gebracht hat, aber auch welche Herausforderungen bewältigt werden müssen.

Im Vortrag von Harald Hain von Océ mit dem Titel "Voll flexibel trotz starrer Prozesse: Workflow-Management für den unternehmensweiten Dokumentenfluss" wurde nun das Thema SOA aus Sicht eines Anbieters behandelt. Er verdeutlichtet am Océ-Produkt Cosmos, wie eine Workflow-Lösung sowohl auf Anwendungs- wie auch auf Geschäftsprozessebene die einzelnen Prozesse im Output-Management, die häufig in getrennten Anwendungen abgebildet sind, verwaltet und steuert. Auf diese Weise können sie auch die Datenintegration verbessern und den Workflow optimieren.

Den Abschluss des Comparting bildete der Vortrag von Anette Hassenjürgen, bei Compart für Vertragsgestaltung, Markenrecht, Domainrecht und Datenschutz zuständig, zum Thema "Urheberrecht lauert überall: Nutzungsrechte in der IT". Sie gab einen Überblick über dieses Gebiet und brachte mit ihrer Präsentation Licht in eine Materie, die für die Entwicklung und Nutzung von Produkten und die Verwendung von Fonts einerseits sehr bedeutsam, andererseits aber auch komplex und teilweise schwer durchschaubar ist.
Die Abendveranstaltung am ersten Abend fand im Schloss Weitenburg in der Nähe von Rottenburg statt. Das historische Ambiente dieser Burg bot eine imposante Kulisse und reichlich Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen.

So ging ein weiteres Comparting zu Ende, das nach eigenem Bekunden den Teilnehmern eine Menge Stoff für Weiterbildung in Bezug auf die aktuellen Trends im Dokumenten- und Output-Management sowie einen Blick in die neuesten Entwicklungen und Pläne von Compart bot. Ebenfalls kamen den Anwendern und Anbietern die vielen Gelegenheiten in den Pausen und während der Abendveranstaltung zugute, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über Projekte, Erfahrungen und Produktimplementierungen zu unterhalten.

Nächstes Jahr findet das Comparting 2010 am 23. und 24. September statt, wiederum im Europa-Saal des CongressCentrum Böblingen. Um auch nicht-deutschsprachigen Interessenten die Teilnahme zu ermöglichen, ist wieder geplant, den Zuhörern Simultanübersetzungen der Vorträge anzubieten

Comparting 2009
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Wissen rund um das Output-Management aus der Theorie und Praxis.

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