Das generische Spoolformat SAPGOF (Generic Output Format) kommt immer dann zum Einsatz, wenn man aus einer SAP-Anwendung heraus Daten für den Druck aufbereiten will. SAPGOF liefert zwei Arten von Dateien: SAPscript-Dokumente im vollformatierten OTF (Output Text Format) und unformatierte ABAP-Listen (SAP ALV/List). Während das komfortable OTF bereits das komplette Dokument beschreibt einschließlich Anzahl der Spalten/Zeilen und Positionen der einzelnen Elemente, ist SAP ALV/List sehr allgemein gehalten, das heißt, das Aussehen der Seite muss definiert werden.

Der Hauptunterschied zwischen beiden Formaten: SAPscript-Dokumente sind gerätespezifisch, das heißt, der Textsatz (Zeilen- und Seitenumbrüche) entspricht im Datenstrom druckerspezifischen Fontmetrikdaten. Daher können SAPscript-Dokumente nur an solche Geräte ausgegeben werden, die eine mit dem Textsatz identische Fontmetrik aufweisen. OTF dient in SAP-Applikationen als Basis für Gerätetreiber, das heißt Programme, die für die Ausgabe auf einem konkreten Endgerät verantwortlich sind.

Die ABAP-Listendaten dagegen sind geräteunabhängig, das heißt, bei der Listenausgabe erfolgt kein gerätespezifischer Textsatz. Listen verwenden nur Schriftarten mit einer festen Zeichenbreite. Die Anordnung des Textes in Zeilen wird durch den ABAP-Report bestimmt, der die Liste generiert.

Technologische Unterstützung

Compart bietet mit dem Filter MFFGOF ein Programm, das Spooldateien im GOF-Format – sowohl als OTF als auch als ABAP-Liste – entgegen nimmt und in alle gängigen Druckformate wie AFP, PDF, IPDS etc. konvertiert. Es ist Bestandteil aller Produkte der DocBridge-Reihe, so dass Unternehmen, die Compart Lösungen einsetzen, keine Fremdsoftware für die druckgerechte Aufbereitung der SAP-Daten benötigen. Sie bekommen alles aus einer Hand – die Anwendung plus entsprechenden Ausgabefilter. Damit erschließt Compart ein Marktsegment mit hohem Umsatzpotenzial: SAP ist im Bereich betriebswirtschaftliche Unternehmenssoftware (Enterprise Resource Planning = ERP) und Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management = CRM) der am weitesten verbreitete Standard.

Besonderheiten

Ein großer Vorteil des MFFGOF-Filters von Compart ist die Unterstützung von Unicode und Barcode, das heißt, Dokumente mit diesen Merkmalen lassen sich problemlos auf jedem Printer drucken, ohne dafür extra ein Modul installieren zu müssen. Zum Verständnis: Gängige Drucker der großen Hersteller sind in der Regel nicht barcode- und unicodefähig. Um mit ihnen entsprechende Dokumente drucken zu können, müssen sie mit einem speziellen Hardwaremodul aufgerüstet werden – was gerade bei großen Unternehmen mit vielen Druckern schnell zu einem erheblichen Kostenfaktor wird. Mit dem MFFGOF-Filter von Compart dagegen vermeidet man diese zusätzlichen Ausgaben.

Hintergrund

Die MFF-Filter (Mixed Format Filter) von Compart sind die Basis der MFF-Architektur der DocBridge-Produkte. Es gibt MFF-Filter, die Dateien in verschiedenen Formaten lesen (Eingabefilter), andere wiederum dienen dazu, Dateien im jeweiligen Ausgabeformat zu schreiben (Ausgabefilter). In vielen Fällen wird ein Format sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig unterstützt.

Die Stärke der Compart MFF-Architektur besteht darin, schnell und effektiv Dokumente, die in unterschiedlichen Formaten vorliegen, in andere zu konvertieren oder auch zu einem Dokument in einem bestimmten Format zusammenfassen zu können. So lassen sich beispielsweise Dokumente in AFP, SAPGOF oder PCL nach PDF konvertieren und ebenso zu einem einzigen PDF-Dokument zusammenfassen.

Bei der Konvertierung eines Formats in ein anderes verwendet Compart ein gemeinsames Objektformat, die sogenannte Presentation Area (PA), das die visuellen Daten und Metadaten aller unterstützten Formate repräsentieren kann. Ein MMF-Eingabefilter konvertiert eine Eingabedatei in das PA-Format im Hauptspeicher und ein MFF-Ausgabefilter wiederum wandelt das im Hauptspeicher abgelegte PA-Format in eine Ausgabedatei.

 

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